Amazon: Gebühr für digitale Dienstleistungen – Was das für Verkäufer bedeutet
Ab dem 1. Oktober 2024 wird Amazon eine Gebühr für digitale Dienstleistungen (Digital Services Fee, DSF) einführen, um einer neu eingeführten Digitalsteuer (Digital Service Tax, DST) zu entsprechen. Diese Gebühr, die auf bestimmte Verkaufs- und FBA-Gebühren erhoben wird, variiert je nach Land, in dem der Verkäufer ansässig ist, und dem jeweiligen Amazon-Marktplatz. Die DSF zielt darauf ab, eine vorhersehbare Gebührenstruktur zu schaffen, da Länder wie Frankreich, Großbritannien, Kanada, Italien und Spanien unterschiedliche DST-Sätze erheben.
Verkäufer, die nicht in Ländern mit einer Digitalsteuer tätig sind oder die nicht in solchen Geschäften verkaufen, sind davon nicht betroffen. Mit dieser Änderung soll sichergestellt werden, dass digitale Unternehmen in den Ländern, in denen sie Einnahmen erzielen, auch einen fairen steuerlichen Beitrag leisten. Dieser Artikel fasst alle wichtigen Informationen zusammen, die Sie zu diesem Thema wissen sollten.
Was ist die Digitalsteuer (DST)?
Die Regierungen verschiedener Länder haben die DST eingeführt, um sicherzustellen, dass große Technologieunternehmen dort, wo sie tätig sind, einen gerechten steuerlichen Anteil leisten. Diese Steuern liegen je nach Land in der Regel zwischen 2 % und 3 %. Bisher haben
eine solche Digitalsteuer eingeführt.
Was ist die Amazon-Gebühr für digitale Dienstleistungen (DSF)?
Um den Verkäufern mehr Sicherheit zu geben, hat Amazon die DSF auf der Grundlage von zwei Faktoren eingeführt:
Dieser Ansatz sorgt für eine einfachere und vorhersehbare Gebührenstruktur und vermeidet Unsicherheiten darüber, woher die Käufer kommen werden.
„Während der typische Steuersatz für digitale Dienstleistungen im Vereinigten Königreich bei 2 % und in Frankreich, Italien, Spanien und Kanada bei 3 % liegt, sind die Steuergebühren für digitale Dienstleistungen unvorhersehbar, da diese vom Standort Ihres Unternehmens, dem Standort des Käufers und anderen Faktoren abhängen. Anstatt die Gebühr für digitale Dienstleistungen von diesen Standortvariablen abhängig zu machen, was unvorhersehbare Auswirkungen auf Ihr Geschäft hätte, da Sie den Standort der Kunden, die Ihre Produkte kaufen, nicht kennen, werden wir eine feste Gebühr für digitale Dienstleistungen einführen, die nur von Ihrem Standort und dem Store, in dem Sie verkaufen, abhängt.“ (Quelle: Amazon)
Was bedeutet das für Amazon-Händler?
Die DSF ist bereits seit September 2024 im Amazon-Einnahmenrechner einsehbar und seit Oktober 2024 können Verkäufer die Gebühren für digitale Dienstleistungen über die Transaktionsansicht in Ihren Abrechnungsberichten nachverfolgen.
Übrigens: Sollten Sie über das paneuropäische Programm verkaufen, wird die DSF automatisch in der automatisierten Preisanpassung berücksichtigt.
Beispiele
Im Folgenden haben wir einige Beispiele für Sie aufbereitet, die veranschaulichen, wie sich die Gebühr für digitale Dienste in unterschiedlichen Szenarien auswirkt.
So bereiten Sie sich vor
Die DSF wirkt sich also ganz konkret auf Ihre Kostenstrukturen aus und beeinflusst damit Ihre Preiskalkulation maßgeblich. Dies sollten Sie unbedingt beachten und Ihre Produktpreise entsprechend anpassen.
In der automatischen Preiskalkulation des SELLERLOGIC Repricers können Sie alle Kosten und Gebühren angeben, die Ihnen entstehen – sowohl individuell für einzelne Produkte als auch in der schnellen Massenbearbeitung für bestimmte Produktgruppen. Anhand des Netto-Einkaufspreises, der Verkaufsgebühren, der Mehrwertsteuer, ggf. der FBA-Gebühren, den sonstigen Gebühren und dem von Ihnen gewünschten Netto-Gewinn berechnet der Repricer dann den Verkaufspreis. Das hat für Sie einige Vorteile:
Fazit
Die Einführung der Gebühr für digitale Dienstleistungen (DSF) durch Amazon ab Oktober 2024 stellt eine direkte Reaktion auf die Digitalsteuer (DST) dar, die in mehreren Ländern eingeführt wurde, um Technologiekonzerne stärker steuerlich einzubeziehen. Für Verkäufer bedeutet dies vor allem eine Anpassung der Kostenstruktur, abhängig von ihrem Standort und dem jeweiligen Amazon-Marktplatz.
Während Verkäufer aus Ländern ohne Digitalsteuer in der Regel keine zusätzlichen Gebühren zahlen, sind Händler aus Ländern wie Kanada, Großbritannien, Italien, Frankreich oder Spanien von der DSF betroffen. Diese berechnet sich prozentual auf die Verkaufs- und FBA-Gebühren und variiert je nach Standort zwischen 2 % und 3 %.
Durch die Einführung einer fixierten DSF schafft Amazon eine transparente und vorhersehbare Gebührenstruktur, die den Verkäufern mehr Planbarkeit ermöglicht. Dennoch ist es für Händler entscheidend, ihre Preisgestaltung entsprechend anzupassen, um Margenverluste zu vermeiden. Tools wie der SellerLogic Repricer bieten hierbei wertvolle Unterstützung, um Gebühren automatisch zu berücksichtigen und die Profitabilität zu sichern.
Häufig gestellte Fragen
Die Gebühr für digitale Dienstleistungen (DSF) ist eine neue Gebühr, die Amazon am 1. Oktober 2024 eingeführt hat, um die Kosten auszugleichen, die durch die von verschiedenen Ländern, darunter Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Kanada, eingeführte Digital Services Tax (DST) entstehen. Die DST ist eine Steuer auf digitale Dienstleistungen, die von großen Technologieunternehmen aufgebracht werden muss, um sicherzustellen, dass diese Unternehmen ihren jeweiligen Steueranteil in den Ländern leisten, in denen sie auch beträchtliche Einnahmen erzielen. Die DSF bietet eine faire und vorhersehbare Gebührenstruktur für Verkäufer, indem die Gebühr auf dem Land der Niederlassung des Verkäufers und dem spezifischen Amazon-Marktplatz, in dem die Produkte verkauft werden, basiert.
Wie sich die DSF auf Ihre Verkaufskosten auswirkt, hängt davon ab, wo Ihr Unternehmen ansässig ist und auf welchem Amazon-Marktplatz Sie verkaufen.
– Wenn Ihr Unternehmen in einem Land mit DST ansässig ist (wie Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien oder Spanien) und Sie auf Amazon.com verkaufen, wird eine zusätzliche Gebühr erhoben. Ein kanadisches Unternehmen, das einen Artikel im Wert von 15 $ im US-Store verkauft, zahlt beispielsweise 3 % DSF auf die Verkaufsgebühren bei Amazon, was etwa 0,07 $ sind.
– Inlandsverkäufe sind von der DSF nicht betroffen.
Um sich auf die neue DSF vorzubereiten, können Sie die folgenden Schritte unternehmen:
– Tracken Sie Ihre Kosten: Ab dem 1. Oktober 2024 können Sie Ihre DSF-Gebühren über die Transaktionsansicht in Ihren Zahlungsberichten verfolgen, um den Überblick über Ihre Finanzen zu behalten.
– Überprüfen Sie Ihre Kostenkalkulation: Die DFS ist ein zusätzlicher Kostenpunkt, den Sie bei Ihren Produktpreisen berücksichtigen sollten. Nutzen Sie einen professionellen Repricer, um Ihre Preise trotz Änderungen der Gebühren aktuell zu halten.
Bildnachweis: © NongAsimo – stock.adobe.com